Aber erst vor etwa 70 Jahren begannen die Astronomen den wahren Aufbau
des Universums und seine Geschichte zu erkennen: 1923 entdeckte Edwin
Hubble am Andromedanebel (siehe Foto) die Galaxienstruktur des Kosmos
und begründete damit unser heutiges Weltbild. Und genau in
diesem Jahr wurde auch das Planetarium geboren, jenes Medium also, das
wie kein anderes geeignet ist, dieses naturwissenschaftliche Bild von
der Welt, in der wir leben, einer breiten Öffentlichkeit zu
vermitteln: Der erste von Walther Bauersfeld bei den Carl-Zeiss-Werken
in Jena entwickelte Planetariumsprojektor strahlte ein naturgetreues
Abbild des Himmels in eine Kuppel auf dem Dach des Deutschen Museums
in München (siehe Geschichte des Freiburger Planetariums). Und schon wenige Jahre später strömten die
Menschen in vielen Großstädten der Erde in die neu erbauten
Planetarien, um "das Wunder aus Jena" zu bestaunen.
Nach dem 2. Weltkrieg war Freiburg die erste Stadt in Baden-Württemberg, in der wieder ein Planetarium eingerichtet wurde: Nach 16-jähriger Arbeit hatte der Gewerbeschullehrer Richard Fehrenbach und einige seiner Kollegen endlich ihren eigenen Planetariumsprojektor fertig gestellt und konnten ihn 1975 in Betrieb nehmen. Und seither besuchten über 400000 Menschen eine der Vorführungen des Richard-Fehrenbach-Planetariums: Schulklassen aller Schularten und Altersstufen aus Freiburg und Umgebung, Jugendliche und Erwachsene aus nah und fern.
Doch nach mehr als 25-jährigem Dauerbetrieb zeigte der alte
Planetariumsprojektor (siehe nebenstehendes Bild) immer mehr
Verschleißerscheinungen: Die Linsen wurden trübe, der Mond
wackelte, das Zahnradgetriebe knackte und knirschte. Und überdies
erwies sich die Kuppel auf dem Dach der Gewerbeschulen mit ihren 80
Sitzplätzen immer mehr als zu klein für den
Publikumsansturm: Die Vorführungen waren sehr oft ausverkauft und
für Schulklassen bestanden Wartezeiten bis zu einem Jahr. Immer
mehr Menschen wollten sich offenbar informieren über Urknall,
Rote Riesen und Weiße Zwerge, Schwarze Löcher, Pulsare und
Quasare.
Nur ein neues, größeres Planetarium an einem eigenen Standort mit einem neuen, industriell gefertigten Planetariumsprojektor konnte den heutigen Bildungsaufgaben eines modernen Planetariums gerecht werden.
Mit der Entscheidung des Freiburger Gemeinderats, im ehemaligen UFA-Palast ein neues, größeres Planetarium mit einem modernen Planetariumsprojektor der Marke ZEISS einbauen zu lassen und zu betreiben, hat der Förderverein "Neues Planetarium Freiburg e.V." sein erstes großes Ziel erreicht. Ab Dezember 2002 gibt es nun fast täglich, auch an den Wochenenden und in den Schulferien, für Menschen aller Altersgruppen wieder die Gelegenheit, eine Planetariumsvorführung zu erleben:

Aber auch nach dem Erreichen dieses ersten Zieles ist die Aufgabe des Fördervereins nicht beendet. Nun wird er sich bemühen, die Bildungsarbeit des Planetariums weiter zu unterstützen und in der Öffentlichkeit bekannt zu machen sowie dafür zu sorgen, dass die Stadt auch in schwierigen finanziellen Zeiten als Betreiberin des Planetariums, aber auch Sponsoren, das Planetarium stets mit den nötigen Finanzmitteln ausstatten, damit es seiner Aufgabe gerecht werden kann.
Wir laden Sie ein, durch Ihre Mitgliedschaft diese Ziele des Vereins tatkräftig zu unterstützen. Wenn Sie Mitglied werden wollen, senden Sie die ausgefüllte Beitrittserklärung bitte an den Förderverein. Wir würden uns sehr freuen, Sie in unserem Kreis engagierter Planetariumsfreunde begrüßen zu können.
Als Mitglieder kommen Sie in den Genuss folgender Vorteile: