Planetarium Freiburg


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Sternbild des Monats


Skorpion

Im Frühsommer ist das imposante Tierkreissternbild Skorpion am späten Abend in südlicher Richtung zu sehen. Für Beobachter in Deutschland steht es leider immer sehr horizontnah, seine südlichen Gefilde bleiben uns gar immer verborgen. Erst rund um das Mittelmeer oder weiter südlich ist der Skorpion komplett zu beobachten.

Die Figur des stachelbewehrten Tieres wird durch hellere Sterne gut markiert. Vom Kopf beim hellen Hauptstern Antares gehen nach Nordwesten die Scheren aus. Nach Südosten schlängelt sich von Antares aus eine Sternkette, die für den Leib und ganz am Ende für den gebogenen Giftstachel steht.

In der griechischen Mythologie schickte Artemis, die Göttin der Jagd, einen Skorpion, um den mächtigen Jäger Orion zu töten. Orion hatte es mit der Jagd übertrieben und drohte, alle wilden Tiere zu erlegen. Orion und der Skorpion wurden einander gegenüber an den Himmel versetzt. Wenn das Wintersternbild Orion untergeht, geht der Skorpion auf und umgekehrt.

Der Hauptstern Antares ist ein bemerkenswerter Stern. Schon mit bloßem Auge fällt seine gelblich-orange Färbung auf, die ihm auch seinen Namen einbrachte. Er ist das Gegenstück zum ebenfalls rötlich leuchtenden Planeten Mars (griechisch Ares), also der Ant(i)-Ares. Antares ist ein wahrer Monsterstern: Er ist so groß, dass das innere Sonnensystem mit den Planeten Merkur, Venus, Erde und Mars in diesem Überriesenstern Platz fände. Dabei strahlt er rund 65 000-mal mehr Energie als die Sonne ab. Wenn er seinen gesamten Energievorrat aufgebraucht hat, wird er als gewaltige Supernova explodieren.

Da der Skorpion nahe der Hauptebene der Milchstraße steht, entdeckt man in diesem Sternbild mit Ferngläsern und Fernrohren zahlreiche Sternhaufen, Gas- und Staubnebel.


Sternbild Skorpion

Nichts ist so versöhnlich wie

der Blick in den Sternenhimmel.

© Erwin Koch (*1932), deutscher Aphoristiker