Planetarium Freiburg


Wegen unaufschiebbarer Wartungsarbeiten wird der Aufzug zum Planetarium ab Montag, den 12. November 2018 voraussichtlich bis ca. 25. November 2018 nicht zur Verfügung stehen.Das Planetarium befindet sich im 3. OG und ist in dieser Zeit nur über die Treppe erreichbar.Wir bitten um Beachtung und danken für Ihr Verständnis.

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Sternbild des Monats


Fische

Einst wurden Aphrodite (bei den Römern Venus) und ihr Sohn Eros (röm. Cupidus) von dem grausamen Ungeheuer Typhon verfolgt. Um dem Untier zu entkommen, verwandelten sie sich in Fische und sprangen ins Meer. Damit sie sich in den Weiten des Ozeans nicht verlören, banden sie sich mit einem Seil zusammen. Soweit eine der Vorstellungen der antiken Mythologie zu diesem Sternbild.

Als Sternbild sind die Fische am realen Sternenhimmel nur mit Mühe und Fantasie zu erkennen. An klaren Herbstabenden sieht man halbhoch im Süden einige mittelhelle und schwache Sterne. Darüber leuchten vier hellere Sterne, die im Volksmund das markante Herbstviereck bilden und die offiziell zum Sternbild Pegasus gehören.

Im Sternbild der Fische liegt jedoch ein wichtiger imaginärer Punkt: der Frühlingspunkt. Dort steht die Sonne zur Tag- und Nachtgleiche um den 21. März – ein halbes Jahr versetzt im Herbst ist jener Bereich dann nachts zu sehen. Der Frühlingspunkt ist der Schnittpunkt zweier Koordinatenlinien: zum einen der scheinbaren Bahn der Sonne am Himmel im Laufe des Jahres (Ekliptik) und zum anderen des Himmelsäquators. Der Himmelsäquator entsteht durch Projektion der Äquatorebene der Erde an die Himmelskugel. Der Himmelspol (im Norden in etwa der Polarstern) steht also genau in 90 Grad Abstand zum Himmelsäquator. Der so definierte Frühlingspunkt ist der Nullpunkt wichtiger Koordinatensysteme am Himmel.

Die Drehachse der Erde und damit auch die Äquatorebene verändern sich langfristig im Raum. Dadurch wandert auch die Lage des Frühlingspunkts am Himmel. Er wird ab dem Jahr 2600 im heutigen Sternbild Wassermann liegen.


Sternbild Fische

Nichts ist so versöhnlich wie

der Blick in den Sternenhimmel.

© Erwin Koch (*1932), deutscher Aphoristiker