Planetarium Freiburg


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Sternbild des Monats


Wassermann

Wenn im Spätsommer die Nächte länger werden, die an hellen Sternen reichen Sternbilder Skorpion und Schütze schon bald nach Sonnenuntergang im Südwesten untergehen, steht am späten Abend eine größere sternarme Himmelsgegend halbhoch im Süden. Abseits der Lichtverschmutzung der Städte sind einige mittelhelle und schwache Sterne zu sehen, die aber nicht einmal ein auffälliges Muster bilden.

Unsere Vorfahren in der Antike sahen in diesen Sternen Aquarius, den Wassermann. Wie in orientalischen Kulturen berichtet auch die griechische Mythologie von einer gewaltigen Flut, die Göttervater Zeus geschickt hat, um die verdorbene Menschheit auszulöschen. Deucalion, Sohn des Prometheus, und seine Frau Pyrrha können sich als einzige mit einem Kahn retten und werden am Berg Parnass angespült. Dem Spruch eines Orakels folgend, werfen sie Steine hinter sich, aus denen neue Menschen werden. Nach einer anderen Tradition zeigt dieses Sternbild den schönen Jüngling Ganymed, der den Göttern am Olymp als Mundschenk diente.


Sternbild Wassermann

Nichts ist so versöhnlich wie

der Blick in den Sternenhimmel.

© Erwin Koch (*1932), deutscher Aphoristiker