Planetarium Freiburg


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Sternbild des Monats


Schütze

Der Schütze ist das südlichste aller Tierkreissternbilder. Von Deutschland aus gesehen klettert der Schütze nur knapp über den südlichen Horizont. Zur Wintersonnenwende um den 21. Dezember steht die Sonne im Schützen – in Deutschland maximal 20 Grad über dem Horizont. Ein halbes Jahr später, im Hochsommer, ist der Schütze nachts am besten zu sehen.

In der griechischen Mythologie stellt der Schütze den Kentaur Chiron dar, ein Mischwesen mit menschlichem Oberkörper und Pferdeleib. Im Gegensatz zu den übrigen Kentauren war Chiron weise und gerecht. Bei einem Streit mit den Kentauren traf Herakles Chiron versehentlich mit einem Giftpfeil. Der eigentlich unsterbliche Chiron bat Zeus um den Tod, da er die Qualen der Wunde nicht ertragen konnte. Am Himmel sehen wir Chiron als Schützen, der mit seinem Pfeil auf den westlich benachbarten Skorpion zielt. Dieser hatte den mächtigen Himmelsjäger Orion mit seinem Giftstachel getötet.

Einfacher als die Gestalt eines Schützen ist aus den helleren Sternen in dem Sterngewimmel eine Teekanne zu erkennen. Im englischen Sprachraum heißt das Sternbild deshalb meist „teapot“. Ob nun Schütze oder Teekanne – diese Himmelsregion ist grandios. Das sonst nur schwach schimmernde Band der Milchstraße hat im Schützen seine hellsten Teile und erreicht seine größte Breite. In dieser Richtung geht es zum Zentrum der Milchstraße, das rund 26 000 Lichtjahre von der Sonne entfernt hinter einem Schleier aus dichten Gas- und Staubwolken verborgen liegt. Feldstecher- und Fernrohrbeobachter entdecken unzählige Gasnebel, offene Sternhaufen, Kugelsternhaufen, Dunkelnebel und Sternwolken in dieser Himmelsgegend. Im Sommer 2018 durchläuft der Planet Saturn den Schützen.


Sternbild Schütze

Nichts ist so versöhnlich wie

der Blick in den Sternenhimmel.

© Erwin Koch (*1932), deutscher Aphoristiker