Planetarium Freiburg


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Sternbild des Monats


Steinbock

Der Steinbock (lat. Capricornus) ist ein recht unscheinbares Sternbild, dessen nur mittelhelle Hauptsterne ein großes Dreieck bilden. Im Sommer und Herbst 2018 durchläuft der strahlend hell und rötlich leuchtende Mars den Steinbock.

Der Steinbock ist ein sehr altes Sternbild. Die Babylonier sahen in diesen Sternen einen Ziegenfisch, ein Mischwesen mit Ziegenoberkörper und Fischschwanz. Noch heute wird der Steinbock deshalb auf vielen Sternkarten als Ziegenfisch dargestellt. In der griechischen Mythologie floh der bockbeinige Hirtengott Pan vor dem Ungeheuer Typhon ins Meer und wollte sich dort in einen Fisch verwandeln, was jedoch nicht vollständig gelang.

In der Antike erreichte die Sonne ihre Wintersonnenwendposition im Sternbild Steinbock, heute steht sie am 21. Dezember im benachbarten Schützen. An diesem Tag strahlt sie mittags senkrecht über allen Orten, die auf einer geographische Breite von 23,5 Grad Süd liegen. Bis heute heißt der zugehörige Wendekreis der „Wendekreis des Steinbocks“.

In der Öffentlichkeit sind die Nächte um den 12. August als Sternschnuppennächte bekannt. Die Erde kreuzt in dieser Zeit die Bahn des Kometen Swift-Tuttle und durchquert seine Trümmerwolke. Sand- und Staubkörnchen und gelegentlich auch Steine treten mit hoher Geschwindigkeit in die Erdatmosphäre ein und regen sie zum Leuchten an – sie werden als Sternschnuppen sichtbar. Die Sternschnuppen scheinen alle aus einem Punkt am Himmel zu kommen, der im Sternbild Perseus liegt, weshalb dieser regelmäßige Sternschnuppenschwarm die „Perseïden“ heißt.


Sternbild Steinbock

Nichts ist so versöhnlich wie

der Blick in den Sternenhimmel.

© Erwin Koch (*1932), deutscher Aphoristiker